Manga Water World!
Hallo Manga-Fans,
viele von euch waren vielleicht schon ein Manga-Fan, bevor sie überhaupt etwas von dieser japanischen Comic-Kunst wussten. Denn ihr kennt sicher alle die Zeichentrickfiguren mit den großen, ausdrucksvollen Augen und Mündern wie „Heidi“, „Sindbad“ oder „Kimba, den weißen Löwen“. Wenn ihr die Figuren aus diesen Serien mit denen aus den amerikanischen Zeichentrickserien und -filmen von Walt Disney vergleicht, werdet ihr feststellen, dass sich die Figuren sehr stark im Aussehen unterscheiden. Denn obwohl die Geschichte von „Heidi“ in den Bergen der Schweiz spielt, wurde die Serie am anderen Ende der Welt, in den Studios von Ghibli in Japan produziert. Heute laufen japanische Zeichentrickserien wie Pokémon, Naruto oder Yu-Gi-Oh! im Fernsehen.
Lest weiter und erfahrt viele interessante Informationen rund um die Geschichte der Mangas. Mit diesem Wissen könnt ihr dann noch tiefer in die MIZUMI-Waterworld eintauchen.
Die Anfänge
Als große Manga-Fans wisst ihr sicher, dass diese actiongeladenen Zeichnungen keine Erfindung der Neuzeit sind. Schon seit Jahrhunderten üben Mangas eine große Faszination auf viele Kinder und Erwachsene aus. So reicht die Entwicklungsgeschichte der Manga-Zeichenkunst bis in das 8. Jahrhundert nach Christus zurück. Im Jahre 1935 entdeckten Wissenschaftler bei Restaurierungsarbeiten in einem japanischen Tempel jahrhundertealte Zeichnungen und Karikaturen von Menschen und Tieren auf der Rückseite von Deckenbalken. Die Wissenschaftler nahmen an, dass diese Bilder von gelangweilten Bauarbeitern und Schreibern gezeichnet wurden.
Die ersten Zeichnungen auf Papier entstanden im 12. Jahrhundert nach Christus. Zu dieser Zeit begannen buddhistische Mönche aus Japan, Bilder auf lange Papierrollen zu zeichnen. Diese sogenannten „toba-e“ erzählten in vielen kleinen Bildern religiöse Geschichten. Das bekannteste Beispiel ist die Vogel- und Tierkarikatur von einem japanischen Mönch namens Sojo Toba. Sie zeigt Hasen, Frösche, Affen und viele andere Tiere, die das Leben der Mönche in Japan veranschaulichen. Es wurden meist lustige Alltagsszenen dargestellt, die manchmal sogar mit kurzen Begleittexten versehen waren.
Die ersten Manga-Hefte
Richtige Manga-Hefte, sogenannte „kibyoushi“ (wörtlich übersetzt „Gelb eingeschlagene Hefte“) gab es ab dem Jahr 1775. Sie umfassten meist über 20 Seiten, die entweder mit Draht gebunden waren oder sich wie eine Ziehharmonika auffalten ließen. Wie ihr es von den heutigen Manga-Heften kennt, beinhalteten auch diese eine Serie von Einzelbildern mit kurzen Texten, die eine oder mehrere kleine Geschichten erzählten.
Im Jahre 1947 erschien das erste japanische Comic-Magazin mit dem Namen "Manga Shonen". Man kann es gewissermaßen als den Urvater der heute vielfältigen Comic-Kultur in Japan sehen.
Heute werden Mangas – ähnlich wie eine Tageszeitung – auf dünnem Papier in schwarz-weiß gedruckt. Die meisten dieser preiswert produzierten Manga-Hefte werden von den Japanern nach einmaligem Lesen weggeworfen. Nur die aufwändiger gestalteten Sammelbände – „Tankobons“ genannt – mit besserer Papierqualität und einzelnen Farbseiten, werden von den Manga-Fans aufgehoben, gesammelt und getauscht.
Manga-Verfilmungen
Zu den gezeichneten japanischen Comic-Heften kamen schließlich auch bewegte Bilder. Die Manga-Verfilmungen heißen „Anime“, die Kurzform des englischen Wortes „Animation“, was übersetzt „bewegtes Bild“ bedeutet. Animes werden meist in mehreren Teilen, also als Serien, ausgestrahlt. Es gibt aber auch Animes, die als ganzer Filme produziert werden. Aktuell im Kino gibt es z.B. den Manga-Zeichentrickfilm „Ponyo - Das große Abenteuer am Meer“ zu sehen.
Den ersten großen Durchbruch in Deutschland brachte im Jahr 1998 die Fernsehserie "Sailor Moon". Sie gehört zu den international erfolgreichsten und bekanntesten Animes. Mit magischen Kräften besiegt das junge Mädchen Sailor Moon zusammen mit ihren Freunden überirdische Mächte.
Über die Jahre wuchs die große Fangemeinde der Mangas rasch an und wird wohl auch die nächsten Jahre Bestand haben.
Demnächst gibt es wieder spannende Infos aus der MIZUMI Waterworld. Also: Immer wieder vorbeisurfen – es lohnt sich!